Das Werk des Herrn eine heilige, katholische und apostolische Kirche Denkschrift für  Geschwister der  apostolischen Richtungen: ein HERR, ein Glaube,  eine Taufe; ein Gott  und Vater ...  Epheser 4, 5-6


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Herzlich willkommen

 

„Die Kirche Christi ist die Gemeinschaft aller, ohne Unterschied der Zeit und des Landes, welche im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes getauft und durch ihre Taufe von allen anderen Menschen ausgesondert sind.“

(Testimonium, Zeugnis der Apostel 1836)

 

So versteht sich die eine heilige, katholische (allgemeine) und apostolische (gesandte) Kirche nicht als Konfession, sondern als Körperschaft über die unterschiedlichen Konfessionen hinweg. Dabei ist die Kirche auch heute noch, nach 2000 Jahren, die Stätte, der Ort, an dem die Christen die Gegenwart des Herrn erleben. Er ist Gegenwärtig, ruft uns liebend in sein Haus und unterbreitet uns noch immer das Angebot seines Heils.

 

So sehr dieser Sachverhalt zur Dankbarkeit Anlass gibt, so sehr betrübt die Tatsache der praktizierten Uneinheitlichkeit, entstanden aus vielen Trennungen und Verwerfungen. Als Glieder des Leibes leiden alle Christen an diesen traurigen Zuständen. Die grundlegende Ursache für diese Zustände ist das Verlassen der brüderlichen Liebe. Bevor der Herr Jesus diese Welt verließ, in der Nacht, da er verraten wurde, unterwies er seine Jünger in den Grundlagen der christlichen Gemeinschaft, die noch heute für alle Christen verbindlich sind. Der Herr sprach zu seinen Jüngern:

 

„Ein neu Gebot gebe ich euch, daß ihr euch untereinander liebet, wie ich euch geliebt habe, auf daß auch ihr einander liebhabet. Dabei wird jedermann erkennen, daß ihr meine Jünger seid, so ihr Liebe untereinander habt.“

(Johannes 13, 34-35)

 

Dies ist nicht nur ein frommer Wunsch, ein schön zu betrachtendes Bild, das uns nach 2000 Jahren entgegen gehalten wird, welches wir stumm betrachten und passiv zur Kenntnis nehmen. „Liebe untereinander“ will praktiziert sein, muss Ausdruck finden in unserer Beziehung untereinander, von Christ zu Christ. Die geschwisterliche Liebe ist die Basis der Bitte, die der Herr Jesus im hohenpriesterlichen Gebet vor seinem himmlischen Vater brachte:  

 

„Und ich bin nicht mehr in der Welt; sie aber sind in der Welt, und ich komme zu dir. Heiliger Vater, erhalte sie in deinem Namen, die du mir gegeben hast, daß sie eins seien gleichwie wir.“

(Johannes 17, 11)

 

Jedes Bekenntnis zur Einheit der Christen ist zu begrüssen, doch dürfen wir nicht bei diesem Bekenntnis stehen bleiben. Einheit will praktiziert und gelebt sein. Die Überwindung von Spaltung und Trennungen geschieht nicht durch tolerantes Nebeneinander, sondern durch ein in liebende ringendes Miteinander. Gemeinsame Basis für dieses Anliegen ist die Bejahung des Evangeliums unseres Herrn Jesus Christus, welches der Kirche anvertraut ist und dort seit nunmehr 2000 Jahren seine segensreiche Wirkung entfaltet.