Die Stifthütte
Apostel Woodhouse schreibt in der Einleitung zur Stiftshütte von seiner Erinnerung an das Wesen des gemeinsamen Vorbereitungsjahr 1835-1836 in Albury beim Studium der Schrift von seiner Verwunderung:
„… Im allgemeinen herrscht unter den Christen die Meinung, dass die Bücher Moses, sofern in ihnen das alte Gesetz enthalten ist, nur einen geschichtlichen Wert für die Christen hätten.
Was haben wir, so sagen sie sich, mit Brettern und Riegeln und Säulen und Füßen und Prachtgewändern der jüdischen Hohenpriester zu tun? Was mit Vorhängen aus Blau und Purpur und Scharlach und den Decken von Ziegenhaaren und Dachsfellen, mit ehernen und goldenen Altären und Tischen und Schaubroten?
Wie können tägliche Brandopfer und Sündopfer und Friedensopfer uns etwas angehen? Sind wir nicht mit Christo, unserm auferstandenen Haupte, in das Allerheiligste eingegangen? Haben wir nicht alle diese Äußerlichkeiten und Gebräuche und Zeremonien hinter uns? Wir sind ein geistliches Volk, und diese Dinge gehen uns nichts an.
Diese Denkungsart war ohne Zweifel, und ist im Grunde noch die vorherrschende bei den protestantischen Christen; und unsere Augen wurden erst aufgetan, dass wir das Irrtümliche dieser Ansichten erkannten, als wir, zu gemeinsamer Lesung der heiligen Schrift nach Albury berufen, uns zum Beginn unsrer Aufgabe vor allem dem Studium des Gesetzes Moses widmeten.
Da wurde uns unter dem Lesen gezeigt, dass die ganze Ordnung der christlichen Kirche, ihre Lehre, ihr Gottesdienst, ihre Gebräuche und Zeremonien, ihre Ämter und Dienste, ihre Ordnung und Praxis in dem Gesetze Mosis abgeschattet sind und nur durch Bezugnahme darauf verstanden werden können. …„
Ausführungen und Unterweisungen zur Stiftshütte (KAG)
Die Bedeutung der Stiftshütte erkannten nicht alleine die Geschwister der KAG. Hier noch ein Beispiel dafür, dass inzwischen auch in anderen christlichen Kreisen das Bewusstsein dafür gewachsen ist: